
MetricDash vs. Funnel.io: Festpreis pro Kunde statt Flexpoint-Zähler
Preise geprüft: Juli 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr — maßgeblich sind die offiziellen Preisseiten der Anbieter
Funnel.io und MetricDash lösen unterschiedliche Probleme — und das solltest du wissen, bevor du eines der beiden Tools kaufst. Funnel ist eine Daten-Pipeline (ETL): Es sammelt Marketing-Daten aus über 600 Quellen und schiebt sie nach Looker Studio, Google Sheets oder in ein Data Warehouse. Die Reporting-Oberfläche für deine Kunden baust du danach in der Regel trotzdem selbst — Funnels eigene Dashboards sind einfaches Beiwerk.
MetricDash ist das Gegenteil: eine fertige Reporting-Ansicht pro Kunde — Google Ads, Meta Ads, GA4 und Search Console in einem Dashboard, ohne dass du irgendetwas bauen musst. Dazu Kundenportale mit eigenen Kunden-Logins, automatische Report-E-Mails nach Zeitplan und Budget-Alerts.
Der größte Unterschied ist der Preis. Funnel rechnet mit „Flexpoints“ ab — jeder Connector, jedes Konto und jedes Ausgabeziel verbraucht Kontingent, eine öffentliche Preisliste pro Flexpoint gibt es nicht. Für eine Agentur mit 10 Kunden landest du laut Schätzungen bei etwa 1.900–2.800 $ im Monat (Stand Juli 2026). Bei MetricDash sind es 302 € — fest, pro Kunde, ohne Jahresbindung.
MetricDash und Funnel.io im Überblick
| MetricDash | Funnel.io | |
|---|---|---|
| Preismodell | Fester Preis pro Kundenkonto — nie pro Datenquelle, Connection oder Dashboard | Plan-Tarif + verbrauchsbasierte „Flexpoints“ (Connector 50 FP, Plattform-Konto 5 FP, Looker-Studio-Ziel 150 FP); keine öffentliche Flexpoint-Preisliste |
| Einstiegspreis | Pro 49 €/Monat; Agency ab 99 €/Monat inkl. 3 Kundenkonten (Launch-Preise, Stand Juli 2026) | Agency Standard ab 300 $/Monat, Agency Advanced ab 600 $/Monat — jeweils bei jährlicher Abrechnung (Stand Juli 2026) |
| Preis bei 10 Kunden | 302 €/Monat (Agency-Plan) | Geschätzt ca. 1.900–2.800 $/Monat — Schätzung, da Funnel keine Flexpoint-Preisliste veröffentlicht (Stand Juli 2026) |
| Preis bei 30 Kunden | 682 €/Monat (Agency-Plan) | Geschätzt ca. 5.500–8.500 $/Monat, in der Praxis individueller Enterprise-Jahresvertrag (Stand Juli 2026) |
| Free-Plan / Test | Free-Plan (1 Kundenkonto) + 14 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte; aktuell offene Alpha komplett gratis | Kein Free-Plan (laut Berichten seit Dez. 2025 für Neukunden eingestellt); kein Trial auf der Preisseite beworben |
| Kundenportal & Report-Branding | Ja — eigene Logins für Endkunden im Agency-Plan; Reports mit deinem Agentur-Logo | Nur einfache Dashboards — die Kundenansicht baust und pflegst du in der Regel selbst (z. B. in Looker Studio) |
| Budget-Alerts & Anomalien | Ja — Alerts bei 80 %/100 % des Budgets + Ausgaben-Anomalie-Erkennung inklusive | Nein — kein Budget-Alerting für Kundenkonten, Fokus liegt auf der Daten-Pipeline |
| Limit für Datenquellen | Unbegrenzte Datenquellen pro Kundenkonto — im Preis enthalten | Jede Quelle verbraucht Flexpoints (50 FP pro Connector); Agency Standard zudem auf 121 Connectoren begrenzt |
| Währung & Abrechnung | Euro, monatliche Abrechnung | US-Dollar; die „ab“-Preise gelten ausdrücklich bei jährlicher Abrechnung |
| Kündbarkeit | Monatliche Pläne, keine Jahresbindung | Jahresabrechnung ist Standard; monatliche Zahlung laut Drittquellen teurer, genaue Differenz nicht veröffentlicht |
Features im direkten Vergleich
| MetricDash | Funnel.io | |
|---|---|---|
| Fertige Dashboards ohne Einrichtung | einfache Dashboards, Kern ist der Daten-Hub | |
| Kundenportale mit eigenem Login | im Agency-Plan | |
| Automatische Report-E-Mails | ||
| Teilbare Report-Links mit deinem Logo | Dashboard-Sharing | |
| Budget-Alerts (80 % / 100 %) | ||
| Anomalie-Erkennung bei Werbeausgaben | ||
| Lead-Tracking mit Kosten pro Lead | ||
| PageSpeed-Monitoring | ||
| Alle Features in jedem Bezahltarif | Kundenportale nur im Agency-Plan | Flexpoints + Tarifstaffeln |
| Abrechnung in Euro |
✓ enthalten · − teilweise bzw. mit Einschränkung · ✕ nicht enthalten. Einschätzung auf Basis der öffentlichen Produkt- und Preisseiten von Funnel.io, Stand Juli 2026 — ohne Gewähr.
Wo Funnel.io strukturell teuer oder unpraktisch wird
Flexpoints: eine Rechnung, die du nicht vorhersagen kannst
Laut Funnels eigener Dokumentation kostet jeder Connector 50 Flexpoints, jedes Plattform-Konto 5, jede Looker-Studio-Anbindung 150. Was ein Flexpoint in Dollar kostet, veröffentlicht Funnel nicht — Kapazität wird in 100er-Schritten nachgekauft, zu Preisen, die „je nach Tarif variieren“. Du kannst also weder deine Kosten pro Kunde kalkulieren noch sie sauber weiterberechnen. Ein dokumentiertes Beispiel aus Funnels Hilfe: Ein Setup mit 2 Connectoren, 4 Konten und 1 Looker-Studio-Ziel verbrauchte laut Funnel bereits 390 der 400 Flexpoints des Einstiegskontingents — deutlich mehr, als die reinen Listenwerte (270 FP) vermuten lassen, und ungefähr ein einziger kleiner Kunde. Genau das ist der Punkt: Was dein Setup wirklich verbraucht, siehst du erst im Konto.
Du kaufst eine Pipeline — das Kunden-Reporting fehlt trotzdem
Funnel liefert Daten, keine Kundenkommunikation. Es gibt keine Kundenportale, keine Kunden-Logins, keine automatischen Report-Mails und keine Budget-Alerts. Funnels eigene Dashboards sind Basis-Ansichten — das Kunden-Reporting baust du in der Regel selbst, meist ein Looker-Studio-Dashboard pro Kunde, das gepflegt werden will. Diese Arbeitszeit kommt zur Funnel-Rechnung noch obendrauf.
Kein kostenloser Einstieg, unruhige Preispolitik
Der Free-Plan wurde laut Berichten im Dezember 2025 für Neukunden eingestellt, ein Trial wird auf der offiziellen Preisseite nicht beworben (Stand Juli 2026). Der Einstiegspreis hat sich laut Drittquellen 2025/26 mindestens dreimal geändert (400 $ → 200 $ → aktuell 300 $). Reale Funnel-Verträge liegen laut Vendr-Transaktionsdaten im Schnitt bei rund 73.500 $ pro Jahr — das ist Enterprise-Territorium, nicht der Maßstab einer kleinen Agentur.
Der günstige Agentur-Tarif ist stark beschnitten
Agency Standard (ab 300 $/Monat, jährlich abgerechnet) enthält keinerlei Export-Ziele — kein BigQuery, kein Snowflake — und nur 121 der 600+ Connectoren. Damit fehlt genau das, wofür man eine Daten-Pipeline eigentlich kauft. Der volle Funktionsumfang beginnt erst bei Agency Advanced ab 600 $/Monat, und Measurement kostet dort nochmal als Add-on extra.
Was MetricDash anders macht
Festpreis pro Kunde — auf den Euro vorher ausrechenbar
Agency ab 99 €/Monat mit 3 Kundenkonten inklusive, danach 29 € pro Konto (Konto 4–10) und 19 € ab dem elften. 10 Kunden = 302 €, 20 Kunden = 492 €, 30 Kunden = 682 € pro Monat (Launch-Preise, Stand Juli 2026). Keine Flexpoints, keine Verbrauchsmessung, keine Überraschung am Monatsende — den Preis pro Kunde kannst du 1:1 in deine Retainer einpreisen.
Unbegrenzte Datenquellen pro Kunde, ohne Aufpreis
Bei Funnel verbraucht jeder Connector 50 Flexpoints und jedes Ausgabeziel 150. Bei MetricDash verbindest du pro Kundenkonto so viele Quellen, wie du brauchst — Google Ads (inkl. MCC-Verwaltungskonten), Meta Ads, GA4, Search Console — ohne dass sich der Preis ändert. Bezahlt wird pro Kunde, nie pro Connection, Quelle oder Dashboard.
Fertige Kundenansicht statt Looker-Studio-Baustelle
Alles in einer Ansicht pro Kunde, mit normalisierten Metriken über alle Kanäle. Du baust keine Dashboards und pflegst keine Vorlagen — Konten verbinden reicht. Reports gehen automatisch per E-Mail nach Zeitplan raus oder als teilbarer Report-Link (Snapshot, 30 Tage gültig) direkt an den Kunden.
Kundenportale, Alerts und Lead-Tracking inklusive
Im Agency-Plan bekommen deine Endkunden eigene Logins und sehen ihre Zahlen live im Kundenportal. Budget-Alerts bei 80 % und 100 % plus Ausgaben-Anomalie-Erkennung warnen dich, bevor der Kunde anruft. Dazu Lead-Tracking per Webhook mit Kosten-pro-Lead, Team- und Rollenverwaltung und PageSpeed-Monitoring — alles Dinge, die du bei Funnel separat bauen oder zukaufen müsstest.
Risikofrei starten, in Euro, ohne Jahresbindung
14 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte, dauerhafter Free-Plan für ein Kundenkonto — und aktuell in der offenen Alpha ist sogar alles kostenlos. Abgerechnet wird monatlich in Euro. Funnels „ab“-Preise gelten dagegen bei jährlicher Abrechnung in US-Dollar — mit Wechselkursrisiko und Jahresbindung.
Wann Funnel.io die bessere Wahl ist
- Du brauchst ein Data Warehouse und eigene Datenmodelle: Wenn deine Agentur Daten in BigQuery oder Snowflake besitzen, per Data Hub transformieren und für eigene Analysen modellieren will, ist Funnel das richtige Werkzeug. MetricDash ist ein Reporting-Tool, keine ETL-Plattform — es exportiert nicht in Warehouses.
- Du brauchst Nischen-Connectoren: Funnel bindet auf dem Advanced-Tarif über 600 Quellen an, von Amazon Ads bis CRM. MetricDash deckt aktuell Google Ads, Meta Ads, GA4 und Search Console ab (LinkedIn Ads und TikTok Ads sind geplant). Laufen deine Kunden überwiegend auf exotischen Kanälen, reicht dir das nicht.
- Deine Reporting-Ebene steht schon und soll bleiben: Wenn du jahrelang gepflegte Looker-Studio- oder Power-BI-Reports hast und nur eine stabile Datenzuleitung suchst, spielt Funnel seine Stärke aus — BI-agnostische Ausgabe nach Looker Studio, Sheets, Excel und Co. MetricDash ersetzt die Visualisierungsebene; wer sie behalten will, braucht sie nicht ersetzt.
Häufige Fragen
Ist MetricDash kostenlos?
Aktuell ja: MetricDash ist in der offenen Alpha, alle Funktionen sind kostenlos nutzbar. Nach dem Launch gibt es einen dauerhaften Free-Plan (1 Kundenkonto, 30 Tage Datenhistorie, manuelle Report-Links, MetricDash-Branding). Die Bezahlpläne starten bei 49 €/Monat (Pro) bzw. 99 €/Monat (Agency) — jeweils mit 14 Tagen kostenlosem Test ohne Kreditkarte.
Was kostet Funnel.io für eine Agentur mit 10 Kunden wirklich?
Eine belastbare Zahl gibt es nicht, weil Funnel keine öffentliche Flexpoint-Preisliste führt. Rechnet man das übliche Setup — ein Workspace pro Kunde mit 4 Connectoren, 4 Plattform-Konten und einem Looker-Studio-Ziel — kommt man auf rund 370 Flexpoints pro Kunde und geschätzt 1.900–2.800 $ im Monat für 10 Kunden (Stand Juli 2026, Schätzung auf Basis der offiziellen Flexpoint-Werte). Drittquellen berichten von realen Agentur-Rechnungen zwischen 2.000 und 6.000 $ monatlich. Zum Vergleich: MetricDash kostet für 10 Kunden 302 €/Monat.
Brauche ich mit MetricDash noch Looker Studio?
Nein. MetricDash ist selbst die Reporting-Oberfläche: eine fertige Ansicht pro Kunde mit normalisierten Metriken aus Google Ads, Meta Ads, GA4 und Search Console. Du baust keine Dashboards und pflegst keine Vorlagen. Reports gehen als automatische E-Mail nach Zeitplan oder als teilbarer Snapshot-Link (30 Tage gültig) direkt an den Kunden — im Agency-Plan zusätzlich über Kundenportale mit eigenen Kunden-Logins.
Wie wechsle ich von Funnel.io zu MetricDash?
Es gibt nichts zu migrieren im klassischen Sinn: MetricDash zieht die Daten direkt aus Google Ads (auch über MCC-Verwaltungskonten), Meta Ads, GA4 und Search Console — du verbindest die Konten einfach neu. In den Bezahlplänen steht dir die volle Datenhistorie zur Verfügung (12-Monats-Ansicht plus freier Von-Bis-Datumswähler). Am einfachsten lässt du beide Tools während der 14 Tage Test parallel laufen und entscheidest dann.
Hat MetricDash so viele Datenquellen wie Funnel.io?
Nein, und das ist bewusst so. Funnel bindet als ETL-Plattform über 600 Quellen an. MetricDash konzentriert sich auf den Kern-Stack kleiner und mittlerer Agenturen: Google Ads, Meta Ads, Google Analytics 4 und Google Search Console — LinkedIn Ads und TikTok Ads sind geplant. Laufen deine Kunden hauptsächlich auf diesen Kanälen, bekommst du alles in einer Ansicht, ohne pro Connector zu bezahlen.
Was sind Flexpoints — und warum sind sie für kleine Agenturen ein Problem?
Flexpoints sind Funnels interne Verbrauchseinheit: Ein Connector kostet 50, ein Plattform-Konto 5, ein Looker-Studio- oder Dashboard-Ziel 150, ein Warehouse-Ziel 300. Jeder Plan startet mit mindestens 400 Flexpoints; nachgekauft wird in 100er-Schritten zu Preisen, die laut Anbieter „je nach Tarif variieren“ und nicht veröffentlicht sind. Das Problem: Deine Kosten wachsen mit jedem Kunden und jeder Quelle, sind aber vorab nicht kalkulierbar — und damit schwer in Kundenpreise umzulegen. MetricDash rechnet stattdessen fest pro Kundenkonto ab, Datenquellen sind unbegrenzt inklusive.
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