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Was kostet Agentur-Reporting wirklich? Der große Preisvergleich 2026

4. Juli 20269 Min. Lesezeit

Warum du Reporting-Tool-Preise nicht einfach vergleichen kannst

Du willst wissen, was ein Reporting-Tool für deine Agentur kostet, öffnest fünf Pricing-Seiten und stehst vor fünf verschiedenen Rechenmodellen. Das eine Tool rechnet pro Kunde ab, das nächste pro Datenquelle, das dritte pro Dashboard, das vierte in Credits. Ein direkter Preisvergleich à la „Tool A kostet 49 €, Tool B kostet 69 €, also ist A günstiger“ ist damit wertlos.

Genau deshalb rechnen wir in diesem Artikel alle relevanten Anbieter auf zwei realistische Szenarien herunter: eine Agentur mit 10 Kunden und eine mit 30 Kunden. Alle Preise stammen von den offiziellen Pricing-Seiten der Anbieter, Stand Juli 2026; AgencyAnalytics, Swydo und Databox haben wir im Oktober 2026 erneut geprüft und aktualisiert. Und weil wir selbst ein Tool in dieser Kategorie bauen (MetricDash), sagen wir auch ehrlich dazu, wo die Konkurrenz günstiger ist. Das kommt vor.

Vier Abrechnungsmodelle und warum das Modell wichtiger ist als der Preis

Bevor du irgendeine Zahl vergleichst, musst du verstehen, wonach abgerechnet wird. In der Kategorie Agentur-Reporting gibt es vier Metering-Modelle:

  • Pro Kunde: Du zahlst einen Betrag pro Kundenkonto, egal wie viele Plattformen der Kunde nutzt. So arbeiten AgencyAnalytics und MetricDash. Vorhersehbar: neuer Kunde = ein bekannter Fixbetrag.
  • Pro Datenquelle: Jedes verbundene Konto (das Google-Ads-Konto eines Kunden, sein Meta-Konto, seine GA4-Property …) zählt einzeln. So arbeitet Swydo; Databox kombiniert im Agency-Plan beides und verkauft Client-Packs mit je einem Kunden und fünf Quellen. Die Kosten wachsen mit jeder Plattform, die du pro Kunde anbindest.
  • Pro Dashboard: Du zahlst pro angelegtem Dashboard, so macht es DashThis. Klingt simpel, wirft aber sofort die Frage auf: Wie viele Dashboards braucht ein Kunde? Oft mehrere (PPC, SEO, Social getrennt).
  • Pro Credit: Whatagraph rechnet in Credits, wobei 1 Credit = 1 verbundenes Datenquellen-Konto ist, faktisch also auch pro Quelle, nur mit festen Plangrenzen, deren Überschreiten teure Plansprünge auslöst.

Die versteckte Mathematik: 1 Kunde = 3 bis 4 Datenquellen

Hier liegt die Kostenfalle, die auf keiner Pricing-Seite steht: Ein typischer Agenturkunde bringt nicht eine Datenquelle mit, sondern drei bis vier. Google Ads, Meta Ads, GA4 und Google Search Console: Das ist der Standard-Stack für einen einzigen mittelgroßen Kunden.

Bei Tools, die pro Quelle oder pro Credit abrechnen, musst du also jede Preisangabe gedanklich mit 3 bis 4 multiplizieren. Aus „69 € für 10 Datenquellen“ (Swydo) werden bei realistischer Rechnung 10 Quellen für gerade mal 2 bis 3 Kunden. Bei Whatagraph frisst jeder Kunde mit vier Quellen vier Credits, und der günstigste bezahlte Plan (Max, 699 €/Monat, nur jährlich) bringt gerade 50 Credits mit. Beim Databox-Agency-Plan sind im Schnitt 5 Quellen pro Kunde gedeckt, jede Quelle darüber hinaus zieht weitere Client-Packs nach sich.

Diese Multiplikation ist der Grund, warum zwei Tools mit ähnlich klingenden Einstiegspreisen bei 10 oder 30 Kunden hunderte Euro auseinanderliegen können.

Preisvergleich bei 10 Kunden (Stand Juli 2026)

Rechnen wir das erste Szenario durch: 10 Kunden, im Schnitt 3 bis 4 Datenquellen pro Kunde (also rund 35 verbundene Konten). Alle Angaben Stand Juli 2026, von den offiziellen Preisseiten:

  • AgencyAnalytics: 210 €/Monat bei monatlicher Zahlung (21 € pro Kunde), 170 € bei jährlicher Zahlung (Stand Oktober 2026). Damit ist AgencyAnalytics hier günstiger als MetricDash; abrechnen lässt es sich auch in Euro.
  • Swydo: ca. 181 €/Monat (69 € inkl. 10 Datenquellen, danach 4,50 € pro Quelle, bei 35 Quellen kommen 25 Extra-Quellen dazu).
  • DashThis: ca. 139 bis 164 $/Monat für 10 Dashboards, aber nur, wenn jeder Kunde mit genau einem Dashboard auskommt. Braucht ein Kunde PPC- und SEO-Dashboard getrennt, landest du bei 2 bis 3 Dashboards pro Kunde schnell im Bereich 279 bis 499 $.
  • Databox: 249 $/Monat im Agency-Plan (99 $ für 4 Kunden und 20 Quellen plus 6 Client-Packs à 25 $, monatliche Abrechnung; jährlich 199 $, Stand Oktober 2026). White-Label kostet als Add-on 250 $/Monat extra.
  • Whatagraph: 10 Kunden bedeuten 30 bis 40 Credits. Der frühere Einstiegs-Tarif (Go-Plan, 199 €/Monat, 20 Credits) ist ersatzlos gestrichen. Der günstigste bezahlte Plan ist jetzt Max ab 699 €/Monat, nur mit Jahresvertrag (8.388 € im Voraus).
  • Supermetrics + Looker Studio: ca. 189 bis 238 €/Monat (Growth-Plan plus Add-on-Konten), plus die Arbeitszeit, jeden Report selbst zu bauen und zu pflegen. Dazu gleich mehr.
  • MetricDash: 302 €/Monat (Agency-Plan: 99 € mit 3 Kunden inklusive, dann 29 € pro Konto für Kunde 4 bis 10), unbegrenzte Datenquellen pro Kunde, Kundenportale, Alerts und Report-Automatik inklusive.

Preisvergleich bei 30 Kunden (Stand Juli 2026)

Beim Wachstum auf 30 Kunden (rund 105 verbundene Konten) verschieben sich die Verhältnisse deutlich. Jetzt zeigt sich, welches Abrechnungsmodell skaliert:

  • AgencyAnalytics: 630 €/Monat bei monatlicher Zahlung, 510 € jährlich (Stand Oktober 2026); ab 25 Kunden gibt es Rabatte auf Anfrage.
  • Swydo: ca. 489 €/Monat (105 Quellen: 69 € Basis inkl. 10 Quellen, dann 90 × 4,50 € und ab der 101. Quelle 5 × 3,00 €).
  • DashThis: ca. 279 bis 499 $/Monat für 25 bis 50 Dashboards (jährliche bis monatliche Zahlung), wieder unter der Annahme von nur einem Dashboard pro Kunde, die bei 30 Kunden mit unterschiedlichen Leistungen selten aufgeht.
  • Databox: 749 $/Monat im Agency-Plan (99 $ plus 26 Client-Packs à 25 $ bei ~4 Quellen/Kunde; jährlich 599 $, Stand Oktober 2026); über 50 Packs gibt es nur noch ein individuelles Angebot.
  • Whatagraph: 90 bis 120 Credits liegen über allen veröffentlichten Plänen: Custom-Quote, realistisch geschätzt 1.000 bis 1.500 €+/Monat, mit Jahresbindung.
  • Supermetrics + Looker Studio: nicht mehr self-serve möglich (max. 20 Konten pro Datenquelle). Du landest in der Enterprise-Verhandlung.
  • MetricDash: 682 €/Monat (99 € Basis + 7 × 29 € für Kunde 4 bis 10 + 20 × 19 € ab Kunde 11), monatlich kündbar, der Preis pro Kunde sinkt mit der Größe.
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Die Selbstbau-Route: Looker Studio ist (fast) kostenlos, dein Aufwand nicht

Ehrlichkeit verlangt diesen Abschnitt: Google Looker Studio ist mit den nativen Google-Konnektoren (GA4, Google Ads, Search Console, Sheets) komplett kostenlos und unbegrenzt. Wenn deine Kunden ausschließlich Google-Kanäle nutzen und du gern bastelst, ist das die günstigste Option am Markt. Punkt.

Die Paywall beginnt bei Meta Ads: Dafür gibt es keinen nativen Konnektor. Supermetrics kostet dann ab 39 €/Monat (Starter, jährlich), wobei der Starter-Plan mit 3 Datenquellen-Typen, 3 Konten pro Quelle und nur wöchentlicher Aktualisierung für den typischen Agentur-Stack schon zu klein ist. Realistisch brauchst du Growth für 159 bis 199 €/Monat. Günstigere Alternative für kleine Setups: Porter Metrics ab 15 $/Monat, mit Free-Tier für 3 Meta-Konten.

Der eigentliche Preis der Selbstbau-Route steht aber auf keiner Rechnung: deine Arbeitszeit. Jeder Kundenreport wird einzeln gebaut, gepflegt und repariert, wenn ein Konnektor bricht. Es gibt kein Kundenportal, keine Logins für Endkunden, keine Budget-Alerts, kein Lead-Tracking. Bei 2 Kunden ist das ein Hobby, bei 15 ein Teilzeitjob.

Empfehlung nach Agenturgröße

Es gibt kein Tool, das für jede Agentur das richtige ist. Unsere ehrliche Einordnung nach Größe:

  • 1 bis 3 Kunden: Sind es reine Google-Setups und bastelst du gern, nimm Looker Studio, kostenlos und unbegrenzt. Kommt Meta dazu, reicht zum Reinschnuppern der MetricDash-Free-Plan (1 Kundenkonto, manuelle Reports); willst du Kundenportale mit eigenen Endkunden-Logins und automatische Report-Mails, nimm den Agency-Plan ab 99 €/Monat (3 Kundenkonten inklusive). Auch der Databox-Free-Plan taugt zum Reinschnuppern für genau einen kleinen Kunden.
  • 5 bis 15 Kunden: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Auf Listenpreis ist AgencyAnalytics günstiger als MetricDash (bei 10 Kunden 210 € gegenüber 302 €), Databox im Agency-Plan mit 249 $ ebenfalls, solange deine Kunden mit 5 Quellen auskommen. Entscheide nach Bedarf: mehr Integrationen und ein etabliertes Produkt → AgencyAnalytics; eingebautes Lead-Tracking per Webhook und eine fertige Ansicht pro Kunde, ohne dass du Dashboards baust → MetricDash. Swydo ist mit 181 € bei 10 Kunden günstig, solange deine Kunden wenige Quellen haben und dir ein Kundenportal per geteiltem Link reicht.
  • 20+ Kunden: Jetzt entscheidet das Abrechnungsmodell. Quellen- und Credit-Modelle laufen davon: Whatagraph wird vierstellig, Supermetrics endet in der Enterprise-Verhandlung. Databox bleibt im Agency-Plan rechenbar, solange die Quellen pro Kunde im Kontingent bleiben (30 Kunden: 749 $). Pro-Kunde-Modelle bleiben ebenfalls rechenbar: AgencyAnalytics bei 510 bis 630 €, MetricDash bei 30 Kunden bei 682 €, monatlich kündbar und mit sinkendem Preis ab dem 11. Kunden.

Wo MetricDash steht: transparent eingeordnet

Zur Einordnung, weil dieser Artikel von uns kommt: MetricDash rechnet pro Kunde ab, nie pro Datenquelle, Connection oder Dashboard. Ein Kunde mit Google Ads, Meta Ads, GA4 und Search Console belegt genau einen Kundenplatz; bei Swydo wären das 4 Quellen, bei Whatagraph 4 Credits. Der Grund für dieses Modell ist persönlich: Der Gründer von MetricDash führt selbst eine Agentur und ist genau in die Connection-Falle gelaufen, die wir oben beschrieben haben.

Im Agency-Plan (ab 99 €/Monat, Stand Juli 2026) sind 3 Kundenkonten enthalten, danach 29 € pro Konto bis Kunde 10 und 19 € ab dem 11. Kunden. Inklusive sind Echtzeit-Dashboards mit normalisierten Metriken über alle Plattformen, Kundenportale mit eigenen Logins für Endkunden, automatische Report-E-Mails plus teilbare Report-Links mit deinem Agentur-Logo, Budget-Überwachung mit Alerts bei 80 % und 100 % des Monatsbudgets, Ausgaben-Anomalie-Erkennung und Lead-Tracking per Webhook. Dashboards baust du nicht: Alles eines Kunden steht in einer Ansicht.

Genauso ehrlich: Auf Listenpreis ist AgencyAnalytics bei 10 wie bei 30 Kunden günstiger, und wer nur ein oder zwei Kunden mit reinem Google-Setup betreut, fährt mit Looker Studio gratis am besten. AgencyAnalytics bietet außerdem mit über 85 Integrationen deutlich mehr Anbindungen. MetricDash deckt aktuell 13 ab: Google Ads (inkl. MCC), Meta Ads, Microsoft Advertising, GA4, Google Search Console, YouTube und Google Sheets sowie Plausible, Umami, Rybbit, Matomo, Pirsch und Fathom; LinkedIn Ads und TikTok Ads sind geplant. Wenn deine Kunden auf exotischeren Kanälen unterwegs sind, ist der Marktführer heute die sicherere Wahl.

So rechnest du dein eigenes Szenario

Die beiden Szenarien oben rechnen mit Durchschnittswerten. Deine Agentur ist keiner. In drei Schritten überträgst du die Rechnung auf deine echte Kundenliste:

  • Kunden zählen: Nimm deine tatsächliche Kundenzahl, und die, die du in einem Jahr realistisch erwartest. Beide Werte brauchst du, denn das Abrechnungsmodell entscheidet, was dein Wachstum kostet.
  • Quellen pro Kunde zählen: Geh deine Kundenliste durch und zähl die verbundenen Konten: Google-Ads-Konto, Meta-Konto, GA4-Property und Search-Console-Property zählen bei Quellen-Modellen jeweils einzeln. Das ist dein Multiplikator.
  • Preismodell des Tools anwenden: Rechne beide Kundenzahlen durch das jeweilige Modell (pro Kunde, pro Quelle, pro Dashboard oder pro Credit) und vergleiche die Ergebnisse statt der Einstiegspreise. Achte dabei darauf, ob der Preis jährliche Zahlung voraussetzt.

Fazit: Rechne mit deinen Kunden, nicht mit dem Einstiegspreis

Der Einstiegspreis auf der Pricing-Seite sagt fast nichts darüber, was du in einem Jahr zahlst. Entscheidend sind drei Fragen: Wonach wird abgerechnet (Kunde, Quelle, Dashboard, Credit)? Wie viele Quellen bringt dein durchschnittlicher Kunde mit? Und was passiert mit dem Preis, wenn du von 10 auf 30 Kunden wächst? Nimm deine echte Kundenliste, multipliziere die Quellen durch und rechne beide Szenarien. Die Tabelle oben liefert dir die Zahlen dafür, Stand Juli 2026.

Wenn du MetricDash dabei selbst durchrechnen willst: Aktuell läuft die offene Alpha, in der du alles komplett kostenlos testen kannst, ohne Kreditkarte und ohne Limit. So siehst du mit deinen echten Kundendaten, ob das Pro-Kunde-Modell für deine Agentur aufgeht.

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